Baumpflanzungen

Enthüllung einer Tafel zum Todesmarsch in Anwesenheit von Überlebenden

Der Todesmarsch aus dem KZ-Hamburg-Fuhlsbüttel ins "Arbeitserziehungslager Nordmark" in Kiel-Hassee vor nunmehr über 73 Jahren ist immer noch ein dunkles wahrscheinlich nie endgültig bewältigtes Kapitel deutscher uns schleswig-holsteinischer Geschichte. Mitten durch die Städte und Dörfer und auf den Landstraßen Schleswig-Holsteins wurden an die 800 hungrige, unzureichend gekleidete Menschen von einem Ort des Grauens zum anderen getrieben..

 

Nach der Aufstellung von Tafeln in Bad Bramstedt, Neumünster-Einfeld und Neumünster-Wittorfer Feld soll nun am 

Montag den 23.4.2018 um 15 Uhr in Kaltenkirchen eine Gedenktafel angebracht werden. 

 

In Kaltenkirchen übernachteten die Häftlinge in der NAcht vom 12. / 13. April 1945 in Hüttmanns Gasthof und dem Hof von Bernhard Möller. Zwei Häftlinge versteckten sich auf dem Bauernhof, weil sie vermutlich zu erschöpft waren den weiteren Marsch auszuhalten. Josef Beck (geb. 1908 in Ober-Roden bei Frankfurt) und Hugo Kochendörfer (geb. 1910 in Rostock) wurden aufgespürt und noch am gleichen Morgen von den Wachleuten erschossen. Die beiden wurden auf dem Friedhof in Kaltenkirchen beerdigt. Es ist fast nichts über das Leben, den Haftgrund und Hinterbliebene bekannt. Wir freuen uns besonders, dass die Nachfahren zweier Marschteilnehmer an der Gedenkfeier in Kaltenkirchen teilnehmen werden.

 

Ansprechpartnerin: Bernadett Skala, 0431 98 384-17, E-Mail: b.skala@heimatbund.de

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