Bad Bramstedt

Halbmeilenstein Bad Bramstedt

Halbmeilenstein Bad Bramstedt an der Kreuzung Ochsenweg/Altonaer Straße 41,6-1-

Der Stein steht an der Kreuzung Ochsenweg / Altonaer Straße. Er wurde aus einem Granit-Findling hergestellt und war Hoheitszeichen und Orientierungsmarke für die Reisenden.

Der Stein besitzt einen quadratischen Sockel von etwa 0,60 m Kantenlänge und 30 cm Höhe. An der Oberseite befindet sich als Übergangsstück eine kreisförmige, weich ausgerundete Kehle. Darauf steht ein separat gefertigter, sich nach oben verjüngender Zylinder, der am Kopf durch eine flache Kegelspitze abgeschlossen wird. Der 1832 errichtete Halbmeilenstein zeigt das Monogramm des Bauherren der Chaussee Frederik VI. (FR VI), König von Dänemark Frederik (Friedrich) VI und Herzog von Schleswig und Holstein, darunter die Angabe ½ M. (Meile).Die Gesamthöhe des Steins beträgt 1,45 m.

 

Die Chaussee von Altona nach Kiel hatte eine Gesamtlänge von 12 ¼ Meilen, dies entspricht einer Gesamtlänge von ca. 92 km. An der Chaussee sind heute noch insgesamt zwölf Vollmeilensteine sowie elf Halbmeilensteine, die jeweils zwischen den Vollmeilensteinen aufgestellt wurden, erhalten (alle auf der Westseite der Chaussee). Sie stehen seit 1992 unter Denkmalschutz. 

Schilderaufstellung Friedrichsbrücke

Erschießung auf dem Todesmarsch Hamburg-Kiel April 1945

Im April 1945 wurden ca. 800 KZ-Gefangene von der SS mit vorgehaltener Maschinenpistole aus dem KZ Hamburg-Fuhlsbüttel ins „Arbeitserziehungslager Nordmark“ in Kiel-Hassee getrieben. Mindestens neun Menschen wurden auf diesem Marsch ermordet.
Hier, an den Bad Bramstedter Mergelkuhlen, wurde Hamid Chamido, ein 23jähriger Russe, am 13. April 1945 ermordet, laut Sterbeurkunde „auf der Flucht“. Der SS-Mann Otto Schütte gab später zu Protokoll: „Als ich ihn erschoss, machte er keinen Fluchtversuch.“
Der Tote ist auf dem Bad Bramstedter Friedhof beigesetzt.

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