Schnelsen (HH)

Halbmeilenstein HH-Schnelsen

Abb.: Die Fotoserie dokumentiert die vorbildliche Sanierung des Umfelds des Halbmeilenstein in Hamburg-Schnelsen (W. Burmester).  11,4-1-;  11,4-6-, 11,4-4-

 Der Halbmeilenstein steht in Schnelsen in der Höhe Holsteiner Chaussee 385 gegenüber der Einmündung Marek-James-Straße. Er wurde aus einem Granit-Findling hergestellt und war Hoheitszeichen und Orientierungsmarke für die Reisenden.

 

Der Stein besitzt einen quadratischen Sockel von etwa 0,60 m Kantenlänge und 30 cm Höhe. An der Oberseite befindet sich als Übergangsstück eine kreisförmige, weich ausgerundete Kehle. Darauf steht ein separat gefertigter, sich nach oben verjüngender Zylinder, der am Kopf durch eine flache Kegelspitze abgeschlossen wird. Der 1832 errichtete Halbmeilenstein zeigt das Monogramm des Bauherren der Chaussee Frederik VI. (FR VI), König von Dänemark Frederik (Friedrich) VI und Herzog von Schleswig und Holstein, darunter die Angabe ½ M. (Meile). Die Gesamthöhe des Steins beträgt 1,45 m.

 

Die Chaussee von Altona nach Kiel hatte eine Gesamtlänge von 12¼ Meilen, dies entspricht einer Gesamtlänge von ca. 92 km. An der Chaussee sind heute noch insgesamt zwölf Vollmeilensteine sowie elf Halbmeilensteine, die jeweils zwischen den Vollmeilensteinen aufgestellt wurden, erhalten (alle auf der Westseite der Chaussee). Sie stehen seit 1992 unter Denkmalschutz.

Der Stein stand bis 20 unansehnlich auf einer Wiese hinter einem Stacheldrahtzaun. Im Jahre 2011 wurde er auf Initiative von Wolfgang Burmester vom Schnelsen-Archiv neu aufgestellt. Das Umfeld wurde gepflastert und mit einer Weißdornhecke eingefasst.

Weißdornhecken wie sie noch in Neumünster-Einfeld und Mühbrook vorhanden sind wurden wohl ursprünglich um Meilensteine und zur Begrenzung von Wegen gepflanzt um den Zutritt des Weideviehs zu verhindern – sie waren quasi die „Leitplanken“ des 19. Jahrhunderts.

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